TRANSFORMATION DURCH DIE KRISE

"Ein Segen – oder doch ein Danaergeschenk?"

Transformationsprojekte in der Covid-19-Verordnung

Aufzeichnung der Podiumsdiskussion

Moderation - Peter-Jakob Kelting (Künstlerischer Leiter Bühne Aarau)

Mit - Isabelle Chassot (Direktorin des Bundesamts für Kultur BAK), Cristina Galbiati (t. Theaterschaffende Schweiz), Georg Matter (Leiter Abteilung Kultur des Kantons Aargau), Philippe Trinchan (Vorsteher Amt für Kultur des Kantons Freiburg)

Die im Herbst 2020 von der Bundesversammlung verabschiedete Covid-19-Verordnung regelt nicht nur den Anspruch von Künstler*innen und Veranstalter*inne n auf Einnahmeausfälle und Ersatzleistungen. Sie beinhaltet auch das überaus grosszügige Angebot, dass sogenannte „Transformationsprojekte“ mit bis zu Fr. 300.000.- pro Gesuch gefördert werden. Gut föderalistisch ist die Durchführung den Kantonen zugewiesen.

Auf den ersten Blick – und in vielen Fällen auch ganz praktisch – ist dies eine überaus sinnvolle Option, und eine Ergänzung, um den Betroffenen, wie es heisst, „eine Anpassung an die durch die Covid-Epidemie veränderten Verhältnisse“ zu ermöglichen.

Zum einen sind Gesuche förderungswürdig, die „die Wiedergewinnung von Publika oder die Erschliessung neuer Publikumssegmente bezwecken.“ So weit, so gut. Aufhorchen lässt die andere Kategorie von Transformationsprojekten, die „eine strukturelle Neuausrichtung des Kulturunternehmens zum Gegenstand haben.“ Dazu gehören ausdrücklich „organisatorische Verschlankungen“, „Kooperationen“ und „Fusionen“.

Angesichts dieser weitreichenden Zweckbestimmungen in einem Moment, in dem die überwiegende Mehrheit der Kulturunternehmen nichts mehr hofft, als in den Normalbetrieb zurückzukehren, wirkt dieser Anreiz, sich neu auszurichten, nachgerade frivol.

Wir diskutieren mit Vertreter*innen des Bundesamtes für Kultur und der Kantone, von welchen tiefgreifenden Veränderungen ausgegangen wird, die solche strukturellen Neuausrichtungen zum jetzigen Zeitpunkt nötig zu machen scheinen. Und wir diskutieren mit den Vertrete*innen der Kantone anhand von „Best-Practice-Beispielen“, welche Kriterien sie für die Förderungswürdigkeit von Transformationsprojekten anlegen.

 

Simultanübersetzung deutsch-französisch, französisch-deutsch

Die Platzzahl ist begrenzt. 
RESERVATION OBLIGATORISCH: info@schweizertheatertreffen.ch
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Zugang online unbegrenzt.

07.05—15h00
Länge 1h30